Wenn im Kopf viel los ist, sagen wir: „Ich brauche mal Ruhe.“ Doch Ruhe gibt es auf viel mehr Ebenen. Und manchmal ist nicht der Kopf müde – sondern etwas ganz anderes in dir. Ich hab in letzter Zeit den vielseitigen Zugang zum Thema Ruhe sehr geschätzt und den möchte ich dir weitergeben.
Die US-Ärztin Dr. Saundra Dalton-Smith hat ein Modell entwickelt, das uns hilft, Erschöpfung besser zu verstehen: die 7 Arten von Ruhe.
Wenn du dich also trotz Schlaf ständig müde fühlst, liegt das vielleicht daran, dass du die falsche Art von Ruhe suchst.
Hier erfährst du, welche Arten es gibt – und wie du erkennst, welche dir gerade fehlt.
1. Körperliche Ruhe
Durch einen aktiven Lebensstil kommt unser Körper nicht zur Ruhe. Wir spüren Verspannungen oder Erschöpfung.
Was hilft?
Wir sollten auch unserem Körper Pausen gönnen und auch bewusst Pausen einplanen. Vielleicht Dehnungsübungen machen oder unserem Körper etwas Gutes tun.
2. Geistige Ruhe
Oft wissen wir nicht, was wir gerade machen wollten, weil wir so viele Sachen gleichzeitig machen. Der Kopf ist einfach übervoll. Gedankenkarussells, To-Do-Listen, alles Läuft im Hintergrund.
Was hilft?
Mach ein Brain Dump und kotz dich mal ordentlich aus. Oder probiere es einmal mit Achtsamkeitsübungen, auch die können helfen.
3. Sensorische Ruhe
Wenn zu viele Reize auf dich einprasseln, wie z.B. laute Musik, Stimmengewirr, helle Lichter ist es schwierig, dass deine Sinneswahrnehmungen zur Ruhe kommen.
Was hilft?
Geh raus in die Natur, nimm deine Umgebung bewusst war, mach vielleicht eine Waldbaden-Einheit. Schalte dein Handy bewusst aus und versuche äußere Reize zu minimieren.
4. Kreative Ruhe
Das ist die Ruhe, wenn man sich inspirieren lässt. Denn kreative Ruhe bringt neue Ideen oder unerwartete Lösungen.
Was hilft?
Finde heraus, was dich inspiriert und geh mal ins Museum oder geh in die Natur und hol dir dort Inspiration. Lass auch einfach mal Langeweile zu und schau, was dabei herauskommt. Ganz ohne Ziel.
5. Emotionale Ruhe
Wenn man starke Emotionen fühlt, können diese auch stressig sein und unser Nervensystem beeinflussen. Emotionale Ruhe bedeutet also auch seine Gefühle zu beruhigen.
Was hilft?
Du kannst versuchen offene Gespräche mit vertrauten Menschen zu führen. Sag auch einfach einmal Nein und grenze dich ab, auch so kannst du emotional zur Ruhe kommen.
6. Soziale Ruhe
Oft verbringen wir unsere Freizeit nicht nur mit Menschen, die uns guttun, sondern auch mit Menschen, die uns Energie rauben.
Was hilft?
Bewusst Zeit mit Menschen verbringen, die uns Energie schenken. Aber auch Zeit mit uns selbst verbringen und diese genießen.
7. Innere Ruhe
Manchmal häuft sich die Frage nach dem Sinn und irgendwie fühlt man sich leer, obwohl man nicht weiß warum. Die innere Ruhe fehlt, das Gefühl, verbunden zu sein – mit dir selbst und mit einem Sinn.
Was hilft?
Wenn wir an unseren Werten und unserem Lebenssinn arbeiten und auch Achtsamkeit sind und auf die Suche nach unserem individuellen Sinn gehen.
Fazit:
Ruhe ist nicht gleich Ruhe.
Du kannst ausgeschlafen sein – und dich trotzdem leer fühlen. Wenn du herausfindest, welche Art von Ruhe dir gerade fehlt, kannst du gezielt neue Energie tanken.
Frage dich regelmäßig:
Wo bin ich erschöpft?
Welche Art von Ruhe brauche ich gerade wirklich?
Mit dieser Klarheit kannst du bewusster Pausen einplanen, die dir wirklich gut tun.
Wenn du Unterstützung brauchst, dann melde dich gerne bei mir oder vereinbare dir ein kostenloses 30 Min Erstgespräch.
📚 Quelle:
Dalton-Smith, Saundra (2017): Sacred Rest – Recover Your Life, Renew Your Energy, Restore Your Sanity.
Weitere Infos: https://www.drdaltonsmith.com/
